Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von K1200RS Gespann »

Danke Andi!
Werden wir so in Angriff nehmen, momentan ist sie noch abgemeldet.
Haben jetzt halt den Ölstand lt. Handbuch geprüft, da steht was von 5 bzw. 10 Min warmlaufen lassen.
Vorhin haben wir sie warmlaufen lassen, um erstmal das Öl zu wechseln, jetzt kommen noch die Reifen, Bremsleitungen und die HU+AU dran.
Nach der ersten Fahrt messen wir nochmal, bevor ich jetzt noch was auffülle.
Also bis dann,

Christian.
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dieCobra
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von dieCobra »

Das ist ja gerade das große Problem.
Viele meinen, da ist nicht genug Öl drin (auf Max) und kippen nach und nach und nach. Dann gibt es zuviel Öl und die Kubelwelle schlägt dann Schaum und dann ist es vorbei mit dem Domimotor.
Es kann ja nicht nach 30- 50 km nach einem Ölwechsel mit 2,1 L zuwenig drin sein. Auch nicht nach 100 km. Und trotzdem wird immer der gleiche Stand auf, z.B. Halb, angezeigt.
10w 60 Öl ist eine gute Wahl.
Grüße
Andi
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Tolek »

dieCobra hat geschrieben: Mo 10. Feb 2025, 00:05 Dann gibt es zuviel Öl und die Kubelwelle schlägt dann Schaum und dann ist es vorbei mit dem Domimotor.
Wieso soll es denn dann vorbei sein ? Ausser man schüttet da 4 Liter rein .Aber so blöd ist ja (fast) niemand . :o
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dieCobra
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von dieCobra »

Schaum findet der Kolben gar nicht gut....
Ob man dafür 4 l braucht? Ich denke, ab 1 l zuviel könnte es so sein.
Vielleicht weiß Herbert mehr.

Grüße
Andi
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Maik
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Maik »

Ist es bei der Trockensumpfschmierung nicht so, dass der Ölstand im Motor von der Ölpumpe geregelt wird, egal wieviel Öl im Rahmentank drinnen ist?
Wenn es zu viel ist, dann würde es halt oben am Tank rauslaufen…🤔
Viele Grüße, Maik
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Barniebutsch
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Barniebutsch »

Wenn der Rahmentank voll ist, läuft das Öl da nicht raus, sondern über einen Schlauch wieder zurück in den Zylinderkopf. Im gleichen Tempo wie die Ölpumpe das Öl nach oben befördert.

Wenn also viel zu viel Öl im Motor ist, wälzt die Ölpumpe das Öl nur um und hat auf den Ölstand im Motor keinen Einfluß mehr.
Folglich kann es passieren, daß die Kurbelwellenwangen das Öl zu Schaum schlagen, im Getriebe wird dies ebenfalls geschehen. Irgendwann befindet sich nur noch Schaum vor dem Saugsieb der Ölpumpe, die fördert dann garnichts mehr nach oben und der Öltank wird durch die Druckpumpe leer gesaugt, wodurch diese dann keinerlei Öl mehr an die Lagerstellen pumpen kann.
Die Folge ist ein Motorschaden aus Ölmangel wegen zuviel Öl im Motor.

Wenn es sowas nicht schon gegeben hätte, wären diese Erfahrungen hier nicht geteilt worden. Sowas passiert nicht mit Absicht, sondern meist aus Unwissenheit.
Unten im Motor sitzt vor der Druckpumpe ein Rückschlagventil. Dieses hat sehr oft die leidige Angewohnheit, nicht ganz dicht zu sein. Dadurch sackt dann der Ölstand im Rahmentank mehr oder weniger schnell ab.
Wer jetzt nach einer längeren Stillstandszeit mit der Domi wieder eine Fahrt unternimmt und dann vor dem Fahrtantritt den Ölstand kontrolliert und dann - weil am Peilstab nichts mehr ist - Öl bis zum Maximalstand auffüllt, kann sich ganz schnell ein solches Ölproblem ins Haus holen. Sowas geht ganz fix, wenn das wöchentlich stattfindet.
Deshalb kann ich nur empfehlen, den Ölstand im Rahmentank immer gleich nach dem Fahrtende zu kontrollieren. Weil das Öl dann noch keine Zeit hatte abzusacken.

Ich fülle inzwischen beim Ölwechsel nicht mehr als 2,5 Liter rein, hatte auch schon 2,8 Liter drin. Wann der Ölstand am Peilstab auf Maximum steht, ist sehr stark davon abhängig, wie das Motorrad beim Ölwechsel steht. Auf dem Seitenständer, gerade, bergauf, bergab, alles hat einen Einfluß auf den Ölstand im Motor und damit auch auf den Ölstand im Rahmentank.
Passiert ist dabei nichts, bisher über 100 000 km mit ungeöffnetem Motor gefahren.

Auf den Versuch, mal mit 4 Litern Öl im Motor einen Dauertest zu starten, verzichte ich jedoch lieber. Aus den oben genannten Gründen.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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Mehrheit
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Mehrheit »

Lieber Barnie, ich finde es toll, wie Du hier immer wieder geduldig so vieles verständlich erklärst.
DANKE

LG Sylvia (musste mal raus)
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Maik
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Maik »

Danke für die Erklärung…wieder etwas gelernt :)
Viele Grüße, Maik

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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von K1200RS Gespann »

So mal eine kleine Rückmeldung.
Ab heute ist sie angemeldet, der Junge ist schon eine kleine Runde gefahren, ca 50Km :mrgreen:
Er sagte, es waren eben noch 100Grad Öltemperatur, nach dem Abstellen, ca 2-3 Minuten später, haben wir den Ölstand kontrolliert, der war vielleicht ca 2-3mm jetzt über Max.
Denke das da nichts passiert, kontrollieren nochmal, wenn sie kalt ist, ggf. sauge ich das auch noch ab.
Also bis dann,

Christian.
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langer
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von langer »

K1200RS Gespann hat geschrieben: Fr 28. Feb 2025, 16:07 ...Ölstand kontrolliert, der war vielleicht ca 2-3mm jetzt über Max.
...ggf. sauge ich das auch noch ab.
Musst du bei 3mm nicht.
Genau genommen darf der Rahmenpegel bis kurz vorm Überlauf (Druckausgleich zum Kurbelgehäuse in den Kopf) stehen,
ohne dass sich beim Öl Management etwas verändert.
Und wenn deine Domi jetzt nicht Null Ölverbrauch hat, "erledigen" sich die 3 mm eh schneller als du denkst.
Grüsse langer 8-)
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von K1200RS Gespann »

Danke dir, habe es gerade angeglichen. :mrgreen:
Von was geht man, beim Ölverbrauch, aus der Erfahrug her aus?

Hier mal ein Bild:
FMX.PNG
FMX.PNG (759.65 KiB) 1297 mal betrachtet
Also bis dann,

Christian.
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langer
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von langer »

Wenn der Motor richtig "gut" ist (und gut behandelt wurde), kann der Verbrauch bis ~ 60 tkm durchaus annähernd Null sein.
Die meisten Domis brauchen bis 50, 60 tkm aber schon um 50 bis 100 ccm auf 1k
Grüsse langer 8-)
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von K1200RS Gespann »

Super, danke dir!
Beobachten das Ganze. :)
Also bis dann,

Christian.

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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von K1200RS Gespann »

So, nochmal kalt geprüft, Ölstand 2-3mm unter Max, damit sollten doch die Ölpumpen iO sein, wenn ich das richtig verstanden habe.
Also bis dann,

Christian.
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langer
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von langer »

Ja, dann schaut es mit deiner Pumpe noch gut aus.
Da sich das aber irgendwann ändern kann (wenn, dann meist ziemlich plötzlich), immer mal nen Auge drauf werfen.
Grüsse langer 8-)
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Tolek »

Wieder mein Einwand ,daß das an meiner Gasgas 400 sogar in der Bedienungsanleitung steht .Das Öl sinkt bis zum nächsten Tag in den Sumpf .Aber der ist als Sportmotor gedacht und die Pumpe sicher selbstentlüftent konstruiert ,wie bei den ersten RFVC .
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langer
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von langer »

Tolek hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 10:17 Wieder mein Einwand ,daß das an meiner Gasgas 400 sogar in der Bedienungsanleitung steht .Das Öl sinkt bis zum nächsten Tag in den Sumpf...
Das Problem ist nicht den ext. Tank beim nächsten Anlaufen wieder zu befüllen, das klappt mit der Domi Sumpfpumpe immer,
sondern der Druckkreis der kleinen Pumpe bei der Domi, deren Selbst-Entlüftung, die nicht mehr stattfinden kann, wenn sie tatsächlich leergelaufen sein sollte / Saugseitig Luft hatte.

Wenn das da schon so steht, wird das bei der Gasgas so beabsichtigt sein. Evtl. gibt es sogar eine Bypassbohrung die das leerlaufen in den Sumpf im Stand gezielt sichern soll.
Wenn deren Pumpe damit erst gar kein notwendiges federbelastetes Rückschlagventil hat, dann gäbe es auch kein Problem mit einer Selbst-Entlüftung.
Falls das so wäre, wäre ein grösserer/tieferer Sumpf wie bei einer Domi notwendig, der den Gesamtinhalt aufnehmen kann, ohne das die Kw Wangen in's Öl schlagen.
Dann allerdings wäre ein Trockensumpf ziemlich unsinnig und nutzlos und zudem ein leerlaufen der Druckkanäle auch für den nächsten Start auf Dauer nicht gerade gut für einen Motor.
Keine Ahnung ob und wie das bei der Gasgas tatsächlich gemacht wurde ? Kenne die nicht.
Grüsse langer 8-)
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Tolek »

Naja ,beim Starten können die Kurbelwangen ins kalte dicke Öl schlagen .Ich meine nur ,daß die Schmierpumpe durch fehlende Dichtungen selbstentlüftend ist ,wie bei den ersten Domis ,oder?
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Andreas_NRW »

Tolek hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 20:00 Naja ,beim Starten können die Kurbelwangen ins kalte dicke Öl schlagen
Wird das Öl dadurch „anders“ ? :shock:

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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Tolek »

Dickes kaltes Öl schäumt nicht so auf , glaube ich ,oder ist es anderserum ? :? :?:

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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von K1200RS Gespann »

So, der Sohn ist mitlerweile 1500Km gefahren, ist zufrieden, das zeigt zumindest das Grinsen. :mrgreen:
Ich wollte gern das Ventilspiel einstellen/ prüfen, lt. Handbuch KW gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis auf die "T" Makierung.
In einem anderen Beitrag habe ich gelesen, das erst über diesen Punkt gedreht werden soll, dann zurück?
Im Handbuch steht darüber nichts...
Ich wollte mir noch eine 12er Fühlerblattlehre holen, wo gibts die einzeln, habe bis jetzt nur ganze Sätze gefunden? --->erledigt
Also bis dann,

Christian.
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Barniebutsch
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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von Barniebutsch »

Die "T"-Markierung zeigt den oberen Totpunkt vom Kolben. An der Stelle sollen die Ventile eingestellt werden. Soweit ist das richtig.

An der Nockenwelle befinden sich jedoch verschiedene Mechanismen, die in die Funktion des rechten Auslaßventils eingreifen. Zum einen der Autodeko-Nocken, zum anderen der Anti-Rückschlag-Nocken.

Der Autodeko-Nocken öffnet bei Anlasser-Drehzahl während des Kompressionsvorgangs das rechte Auslaßventil und schließt etwa 45° vor OT wieder. Übrig bleibt eine Kompression von etwa 2,1:1 beim Startvorgang, damit es der Anlasser nicht so schwer hat, die Kurbelwelle durchzudrehen. Sowie der Motor ein paar hundert U/min macht, wird durch die entstehende Fliehkraft der Autodeko-Nocken auf der Nockenwelle zurückgedrückt und greift nicht mehr ins Geschehen ein.
Der Anti-Rückschlag-Nocken funktioniert anders. Dieser sitzt auf einem Freilauf auf der Nockenwelle und wird durch einen federbelasteten Stift, der unter der NW im Kopfgehäuse sitzt, in Position gehalten. Dessen Aufgabe ist es, bei einem rückwärts drehenden Motor sofort das rechte Auslaßventil zu öffnen und damit einen Teil der Energie in den Auspuff abzuleiten. Sowie sich die Nockenwelle rückwärts dreht, sperrt der Freilauf und der Anti-Rückschlag-Nocken beginnt, das rechte Auslaßventil zu öffnen. Es ist die gleiche Freilaufkonstruktionsform wie beim Anlasserfreilauf. Da wird bei einem rückwärts drehenden Motor auch der Anlasser beschleunigt.

Wenn also beim Einstellen der Ventile der Motor gegen den Uhrzeigersinn über den "T"-Punkt gedreht wird und dann zurück wieder auf den "T"-Punkt, hat man definitiv Murks gemacht. Weil der Freilauf unter dem Anti-Rückschlag-Nocken eben diesen Nocken sofort in Richtung Kipphebel dreht. Und damit Einfluß auf das Ventilspiel nimmt.
Inwieweit sich dieser Vorgang durch bestehendes Spiel/Toleranzen (auch eventuell konstruktionsbedingt) in der Mechanik verzögert und tatsächlich meßbar in das Ventilspiel eingreift, kann ich nicht sagen. Dazu müßte man einen Motor auf die Werkbank stellen und mit einer Meßuhr die Kipphebelbewegung bei so einem Vorgang kontrollieren.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd

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Re: Ölwechsel FMX 650 vielleicht noch diverse andere Fragen

Beitrag von K1200RS Gespann »

Danke für deine Antwort!
Also hindrehen, schauen, ob die Hebel Spiel haben, ansosten nochmal rum, dann prüfen?!
Also bis dann,

Christian.
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Beitrag von langer »

Die Kappen hat man zum Ventile einstellen eh offen. Da gibt es eine sichere Methode, was den Autodeko und das rechte AV angeht.
Wenn man während dem drehen der Kw nen Finger auf den Kipphebel des rechten AV legt, kann man beim Verdichtungstakt ganz eindeutig fühlen
wann und wie das zunächst geschlossene rechte Auslassventil vom Autodeko etwas geöffnet wird und man spürt genau wann es (noch auf dem Weg zum Zünd OT) wieder zu geht.
Das gibt einem beim Spiel einstellen eine eindeutige Kontrolle darüber (viel sicherer als auf irgendwelche Klickgeräusche angewiesen zu sein,
die manchmal nicht oder nicht gesichert wahrnehmbar sind), ob und wann der Autodeko dieses Auslassventil, zur korrekten Einstellung gesichert wieder "frei"gelassen hat.
Hat man das gespürt/mitverfolgt und dann noch langsam bis zum tatsächlichen OT weitergedreht, ist man für die korrekte Position für eine Einstellung auf der sicheren Seite.
Grüsse langer 8-)
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Beitrag von Barniebutsch »

Die Ventile können auch ein paar Grad vor oder nach OT eingestellt werden.

Wichtig ist, daß sich die Kurbelwelle beim drehen auf den "T"-Punkt nicht rückwärts dreht. Eben weil dann der Freilauf unter dem Anti-Rückschlag-Nocken sperrt und dieser Nocken beginnt auf den Kipphebel zu drücken. Im Zweifelsfall halt nochmal 2 Umdrehungen rum.

Und nochmal zum besseren Verständnis: Der Auto-Deko-Nocken und der Anti-Rückschlag-Nocken sind nicht ein Bauteil mit zwei Funktionen, sondern zwei voneinander getrennte Bauteile auf der Nockenwelle mit jeweils einer eigenen Aufgabe und eigener Funktionsweise.
Gruß aus dem Erzgebirge

Bernd
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