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Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Do 11. Feb 2021, 20:27
von Gurke650
Wieder einmal DANKE für's mitnehmen.
Dein Schreibstil gefällt mir!
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Do 11. Feb 2021, 21:25
von HCH-BJ 1
Spitzenklasse, super geschrieben, da kann ich nur den Hut ziehen. Unweigerlich kommen da Erinnerungen an die eigenen ersten Motorradreisen auf, vor allem wenn man überlegt mit was und mit welchem geringen Aufwand und Ausrüstung man unterwegs war. War ein Jahr später zusammen mit einem Kumpel vom Motorradclub mit meiner Yamaha XS 650 und seinem Wasserbüffel Suzuki GT 750 in Südfrankreich und Spanien unterwegs. Dabei trafen wir auf 2 Jungs mit ihren Zündapp KS 125, die auf dem Heimweg von Gibraltar waren und trauten unsere Augen nicht - einem Deutschen auf der Honda Monkey. Mit Minimal Campingausrüstung und zur Schonung des verlängerten Rückens einem dickem Sofakissen. Freue mich schon auf die nächsten Reisebericht von Dir.
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Do 11. Feb 2021, 21:29
von Saruman
Sehr schöner Bericht. Bilder aus der Zeit müssen eine solche Qualität haben, sonst wirkt das doch gar nicht.
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 00:35
von Wetterau-Domi
Wieder einmal eine herrliche Geschichte, lieber Wolf-Ingo.. und bei der Aussicht war das Hotel ohnehin wurscht

.
Kompliment an die Dame des Hauses, die einfach immer eine gute Figur macht !
Gruß
Wilfried
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 01:20
von Enola Gay
Wetterau-Domi hat geschrieben: ↑Fr 12. Feb 2021, 00:35
Wieder einmal eine herrliche Geschichte, lieber Wolf-Ingo.. und bei der Aussicht war das Hotel ohnehin wurscht

.
Kompliment an die Dame des Hauses, die einfach immer eine gute Figur macht !
Gruß
Wilfried
Hallo Wolf-Ingo - ich schließe mich dem Vorschreiber zu 100% an
- viele Grüße auch an 'Sigrid', die es geschafft hat, Dich über die Jahrzehnte an sich zu binden
und das völlig ohne 'Eisenkugel u. Fußkette'.
Das einzige, was mir an deinem Reise-Bericht fehlt - was war unterwegs der eigentliche Schaden an der 'Zonen-Feile' ? ? ?
(Aufgrund der unregelmäßig brennenden Lade-Kontrolllampe tippe ich auf das rechte KW-Lager, welches bereits beim Einbau beschädigt wurde ...)
MfG. Herbert
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 10:19
von Heizschnucke
Danke für den Bericht, sehr geil.
Gruß Heiko
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 10:30
von hanspumpel
Wieder mal sehr schoen.
Dein (selbst)ironischer Schreibstiel gefällt mir sehr gut und Deine Beschreibungen sind lebendig. Ich kann mir immer gut vorstellen da zu sein, wo ich von lese. Deine tollen Fotos unterstützen das noch mal.
Siegrid hätte in ihrer schwarzen Lederkombi ohne Probleme als Bond girl durchgehen können. Oder eigentlich noch mehr als Emma Peel in "The Avengers"

- emmapeel.jpeg (22.73 KiB) 652 mal betrachtet
Auf einer ganz anderen Ebenen zeigen Deine Reiseberichte uns auch immer wieder, das eine Motorradreise auch ganz einfach sein kann. Das es dafür kein 20.000 € Moped mit Kaffeeautomat und Campingklo benötigt sondern nur den Willen los zu fahren und die Welt zu erfahren. Das das auch heutzutage und mit 70 noch geht beweist deine letzte Spanien reise.
Erfreue uns bitte weiterhin mit Deinen Tollen Geschichten und schönen Bildern.
Und dann das Ganze in einem Buch bündeln. Es gibt noch mehr Leute, die Deine Erlebnisse gerne lesen würden.
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 12:09
von steffen
Danke Wolf-Ingo fürs erneute Teilhabenlassen an Deinen Geschichten.
Ich freue mich schon auf die nächste.
Viele Grüße,
Steffen
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 12:32
von Nergal
Enola Gay hat geschrieben: ↑Fr 12. Feb 2021, 01:20 viele Grüße auch an 'Sigrid', die es geschafft hat, Dich über die Jahrzehnte an sich zu binden

und das völlig ohne 'Eisenkugel u. Fußkette'. Das einzige, was mir an deinem Reise-Bericht fehlt - was war unterwegs der eigentliche Schaden an der 'Zonen-Feile' ? ? ?
Danke, Ihr Lieben, für die freundliche Aufnahme meines Berichts. Da freut man sich als Autor doch mächtig. Ich bin es übrigens, der tief dankbar dafür zu sein hat, dass Sigrid einem Gnom wie mir vor 50 Jahren ihre Liebe geschenkt und seitdem nicht entzogen hat. Was die Emme angeht, so wird sie in meinem nächsten Bericht noch eine Rolle spielen. Hier sei soviel gesagt: Der erste Schaden ging klar auf das Konto des Herstellers; für alle übrigen mache ich heute die Werkstatt verantwortlich.
LG
Wolf-Ingo
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 12:50
von Ricola
Nergal hat geschrieben: ↑Fr 12. Feb 2021, 12:32
Hier sei soviel gesagt: Der erste Schaden ging klar auf das Konto des Herstellers;
Ein "Ossi"-Freund hat mir mal erzählt, daß die Leute in der DDR ihre Wartburgs, Trabants, Ladas usw. nach Erhalt gleich mehr oder weniger umfangreich zerlegt und dann "richtig" zusammengebaut hätten.
Vielleicht war das bei MZ-Motorrädern auch notwendig.
Sicher gibt es hier Zeitzeugen, die das bestätigen oder dementieren können.
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 16:36
von Mehrheit
Emma Peel - nah dran !
Und Wolf-Ingo mit Föhnfrisur.
Danke für's so schön Aufbereiten Deiner Erinnerungen.
LG Sylvia
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 19:22
von Saruman
Ricola hat geschrieben: ↑Fr 12. Feb 2021, 12:50
Nergal hat geschrieben: ↑Fr 12. Feb 2021, 12:32
Hier sei soviel gesagt: Der erste Schaden ging klar auf das Konto des Herstellers;
Ein "Ossi"-Freund hat mir mal erzählt, daß die Leute in der DDR ihre Wartburgs, Trabants, Ladas usw. nach Erhalt gleich mehr oder weniger umfangreich zerlegt und dann "richtig" zusammengebaut hätten.
Vielleicht war das bei MZ-Motorrädern auch notwendig.
Sicher gibt es hier Zeitzeugen, die das bestätigen oder dementieren können.
Eigentlich nein. Die Fahrzeuge waren sicher nicht für 300000 km ausgelegt. Aber ich kenne mehr Leute die selbst von der simplen Technik keine Ahnung hatten, als die die selbst geschraubt haben. Und davon haben auch noch 50% kaputt repariert.
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Fr 12. Feb 2021, 19:41
von Nergal
Die Viergang-Emmen waren heikel: Die Kurbelwellenlager lagen zu weit außen, waren für die - zuletzt auf 19 PS angewachsene - Leistung zu klein dimensioniert und wurden zu allem Überfluss auch noch vom Getriebeöl mitversorgt. Auf diese Weise gelangte der metallische Abrieb des Getriebes in die hochbelasteten Kurbelwellenlager. Die Qualität der Lager war schwankend. Es gab Viergang-Emmen, die liefen ewig und solche, deren Motoren nach 12.000 km schlapp machten. Meine gehörte leider zur letzteren Sorte. MZ hat das konstruktive Problem dann 1976 gut in den Griff bekommen: Die Kurbelwellenlager der TS 250/1 waren größer, lagen enger beisammen und wurden vom Zweitaktöl mitgeschmiert. Die meisten TS 250/1 bzw. ETZ 250 liefen mit den originalen DDR-Lagern sehr lange Zeit völlig problemlos. Wenn der Motor dann aber mal geöffnet werden musste, haben nicht selten unbegabte Schrauber dem angeschlagenen Aggregat den Rest gegeben.
Grüßle
Wolf-Ingo
Re: 1977 nach Santiago - 50 Jahre Touren durch Europa (3)
Verfasst: Sa 13. Feb 2021, 08:54
von Gockel500
Danke für die tollen Fotos und Berichte!